Geschichte

 

Schon in den Gründungsjahren der amerikanischen Siedlung spielte Boston als eine der ersten Städte an der Ostküste eine sehr bedeutsame Rolle. Die Stadt gilt als Wiege der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung und war Schauplatz von einem großen Wandel, der Boston bis heute prägte.

 

Bostons Anfänge

William Blaxton (Blackstone) war einer der ersten Europäer im Jahr 1625, die den Ort besiedelten. Er verkaufte die umliegenden Ländereien an Siedler. Die im Juni 1630 ankommenden Puritaner aus England hatten jedoch Besitzrechte über die ganze Kolonie. Die englischen Emigranten gruppierten sich in einer Siedlung zusammen, die sie "Trimountaine" nannten. Direkt in der Nähe der kleinen Stadt bildete sich der von den indianischen Ureinwohnern genannte Ort "Shawmut" auf einer Halbinsel. Der erste Gouverneur der Massachusetts Bay Colony fasste die beiden Siedlungen zum Ort namens Boston zusammen und gründete damit am 17. September 1630 die Stadt. Der Name geht zurück auf eine Stadt gleichen Namens in Lincolnshire in England. Die puritanischen Werte, insbesondere Arbeit, Bildung und Gottesfürchtigkeit stabilisierten die Gesellschaft in hohem Maße bis heute. Deshalb wurde bereits 1635 eine erste Lateinschule und 1636 die Harvard University gegründet. Sie ist damit die erste Universität Amerikas. Bis 1664 stand die Mitbürgerschaft in Massachusetts nur Kirchenmitgliedern offen.

 

Boston Tea Party und der Wachstum

In den folgenden zwei Jahrhunderten entwickelte sich Boston zum Zentrum des puritanischen Lebens. Bekannt ist die Stadt durch die Boston Tea Party. Am 16. Dezember 1773 protestierten die Siedler gegen eine Erhöhung der Teesteuer und lösten damit den Unabhängigkeitskrieg aus. Nach der amerikanischen Revolution wurde Boston einer der reichsten Handelshäfen der Welt. Fische, Rum, Salz und Tabak gehörte zu den wichtigsten Handelsgütern, die Boston verschiffte. Durch die zunehmende Einwanderung Anfang des 19. Jahrhunderts nahm der Anteil an Katholiken insbesondere irischer sowie italienischer Abstammung deutlich zu. Zwischen 1630 und 1890 hatte sich das Stadtgebiet verdreifacht. Besonders durch Landgewinnungen, insbesondere in den flachen Gewässern des Charles River und der Massachusetts Bay wurde dies begünstigt. 1872 wurde die Stadt Boston von einem großen Brand nahezu zerstört. Die Trümmer der verbrannten Gebäude wurden danach zur Landgewinnungen verwendet. Am 15. Januar 1919 hielt ein Melasse-Tank aufgrund fehlerhafter Konstruktion dem Druck seines Inhalts nicht mehr stand. Viele Bewohner und Passanten wurden durch die 14.000 Tonnen Melasse darunter begraben.

 

Boston im frühen 20. Jahrhundert

In der Folge von Stadtflucht durch Arbeitslosigkeit reagierte die Stadt mit verschiedenen Initiativen, die unter dem Namen Urban Renewal bekannt wurden. Mit dem in den 70er Jahre einsetzenden Wirtschaftswachstum entwickelten sich Bostons medizinische Einrichtung zu den landesweit führenden Unternehmen. Doch auch der allgemeine Wissenschaftssektor, der in Boston schon immer für das wirtschaftliche Wachstum von Bedeutung war, konnte in dieser Zeit zahlreiche Studenten anziehen.

 

Durch den zunehmenden Autoverkehr gab es allerdings neue Probleme. Da der Stadtkern zu den ältesten und dichtesten bebauten Städten gehört, wurde eine circa vier Kilometer lange Hochstraße quer durch das Herz der Stadt errichtet. Jedoch löste dies die Verkehrsprobleme nur kurzweilig. Im frühen 21. Jahrhundert wuchs Boston schließlich zu einem internationalen intellektuellen und technologischen Zentrum. Auch spielte die Stadt eine national bedeutende Rolle im politikwissenschaftlichen Bereich. Ein weiterer Trend der Stadtentwicklung seit Beginn der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist auch die Revitalisierung brach gefallener Hafenflächen. Der so genannte Harborwalk, ein durchgängiger Gehweg entlang der Waterfront, oder die Revitalisierung vom Kai Rowes Wharf sind hier zu nennen. Heute ist die Skyline von Boston voller Wolkenkratzer und Bürotürme, die auf die Vitalität der Stadt hindeuten.

 

 

 

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